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Wie ganz Deutschland, so bekommt auch
Wismar die Gewalt des dreißigjährigen Krieges zu
spüren. Da der Herzog von Mecklenburg ein Bündnis
mit dem König von Dänemark eingegangen ist, steht
Wismar in der Allianz mit den Protestanten. 1627
greift der Krieg auch auf Wismar über. Im Dorf
Lutter am Barenberg werden die dänischen Truppen
von Wallenstein geschlagen und versuchen sich über
Poel nach Dänemark einzuschiffen.
Wallensteins
Truppen verfolgen die Dänen und kommen so vor die
Stadt Wismar. Wismar hatte sich zwar vorsorglich
mit 60 Geschützen versorgt und die
Verteidigungsanlagen ausgebaut. Aber es reichte
nicht. Wallenstein fordert die Übergabe der Stadt
und beginnt Wismar zu belagern. Nach ein paar
Tagen ist der Widerstandsgeist der Wismarer Bürger
erloschen und man übergibt den kaiserlichen
Truppen die Stadt.
Hätte man das lieber nicht
getan, denn die kaiserlichen Truppen hausten wie
die Wandalen weiland in Rom. Wallenstein ließ eine
Besatzung von über tausend Soldaten in der Stadt.
Diese mussten durch die Wismarer Bürger versorgt
werden, was eine erhebliche Belastung darstellte
und begann die Stadt zu ruinieren.
Zudem kommt, das dänische und schwedische Schiffe
die Stadt belagern und so jeglicher Handel zum
Erliegen kommt. 1631 wird Wismar durch die
Schweden belagert und im darauf folgenden Jahr eingenommen. Die Schweden
bestimmen seitdem die Geschicke der Stadt und
belasten durch Steuern und Unterhalt die Taschen
der Wismarer Bürger.
Im Friedensschluss von
Osnabrück kommt Wismar dann offiziell zum Besitz
Schwedens. |
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